Die Jugend bewegt sich! – 100 Jahre Freideutscher Jugendtag

von: am: 29. Oktober 2013 15:16

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M e i ß n e r  2 0 1 3

Am 01. Oktober 2013 war es soweit: Das Meißner 2013 wurde als hundertjähriges Ereignis in der deutschen Geschichte und als Impuls stiftendes Ereignis für die Freideutsche Jugend jubiliert. Im Laufe der folgenden fünf Tage, unter anderem an dem Tag der Deutschen Einheit, trafen sich über dreieinhalbtausend Jugendliche und Erwachsene, die sich heute mit der bündischen Jugendbewegung in Deutschland identifizieren. Auch die Heliand-Pfadfinderschaft war mit etwa 50 Teilnehmern dabei.

Das Lager befand sich auf einer Wiese am Fuße des Hohen Meißners im Norden von Hessen und bestand aus Hunderten von schwarzen Baumwollzelten, die sich um große beeindruckende Zeltkonstruktionen verteilten. Hier bestand das Treiben aus einem bunten Programm, von praktischen Künsten wie dem Schmieden, über Körperbeherrschung beim Tanz und Kampfsport bis hin zu aktuellen Diskussionen und dem christlichen Programm. Es wurde gefeiert bei Gesang, Musik und Tanz. Es wurde reflektiert und konstruktiv über Ziele und Motivation der Jugendbewegung diskutiert. Man redete über Werte und Moral, über Glauben und die Partizipation in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft. Was ist essentiell und von Bedeutung für die deutsche Jugend? Welche Moral, welche Wertvorstellung liegt ihr zugrunde? Welche Probleme und Gefahren birgt die Welt von heute?20131002181939-uudo-DSC01260

Das christliche Zentrum wurde von der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland (CPD) und von uns, den Heliand-Pfadfindern, geplant und geleitet. Hier wurden Gottesdienste, Andachten und spezielle thematische Programme wie ein Taize-Abend mit Liedern und Gesängen aus dem französischen Taize, einem interaktiv-christlichen Pilgerort, angeboten. In der gläubigen, recht jungen Gemeinschaft lobten wir Gott, sein Werk und redeten über unterschiedliche Ansichten und Philosophien. Natürlich war das ganze Programm öffentlich und jeder Teilnehmer auf dem Meißnertreffen konnte es wahrnehmen. Resümierend muss ich festhalten, dass es sicherlich viele Interessierte und Teilnehmer gab, wir im christlichen Zentrum jedoch im Vergleich zum restlichen Lager und seinen tollen Programmen nicht besonders zahlreich und frequentiert besucht  wurden. Natürlich ist frühes Aufstehen bei kaltem Wetter zum Zwecke des Gottesdienstes nicht das Attraktivste für unsere Jugend.
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Was aber macht die Jugend auf dem Meißnertreffen und was ist für sie attraktiv? Was sind hierfür die Motive, was die Schwerpunkte im Leben? Die Stimme der neuen Generation spricht auf diesem Lager: Den meisten der Teilnehmer geht es in erster Linie um die Fahrtenschaft, die Pfadfinderei, das Singen, um die Sehnsucht nach dem großen Lagerfeuer und dem lauten, hallenden Gesang. Die Distanz zum Alltag, zur hektischen Gesellschaft und die Gemeinschaft in der Natur mit guten Freunden ist ein abenteuerliches Erlebnis. Jedoch auch der Austausch und die Bildung sind Schlaglichter einer Vielzahl von Individuen, die sich doch in einer Stimme vereint sehen. Sie sind vereint als die deutsche Jugend, als eine Generation, die eine große Verantwortung trägt. Eine Generation, die sich bewusst und klar gezielt in der heutigen Welt bewegen möchte und die Probleme offensichtlich wahrnimmt und erkennt, jedoch statt nur zuzusehen möchte diese Generation handeln. Probleme wie der Klimawandel, ein Ungleichgewicht in der globalen Ressourcenverteilung, Grenzen der Menschheit und ihrer Ethiken, die sich zum Beispiel mit Gentechnik beschäftigen.

Auch innenpolitische Aspekte werden aufgegriffen: Deutschland wird älter und der Querschnitt der „Jugend“ schrumpft. Auch ist es unter immer weniger Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr üblich gemeinsam in der Welt zu agieren, statt sich in Unterhaltungsmedien zu verlieren. Ich habe den Eindruck, die neuen Generationen werden
unter Einfluss des Leistungssystems und durch die Umlegung der „neuen Werte“ auf Kaufkraft, Effizienz und Äußerlichkeit im Wesentlichen und Inhaltlichen entkernt. Weiter wird über Völkerarmut gesprochen und viele soziale Projekte wie auch Fördermaßnahmen werden angeboten. Sicherlich geschieht dies zu einem gewissen Selbstzweck der Einrichtungen, vor allem wird allerdings die Realität gezeigt und über Fakten gesprochen. In einem interaktiven Experiment wurden Jugendliche bei dem „Wandler zwischen den Welten“ zur Selbstreflektion angehalten und dabei unterstützt.Der christliche Gedanke ist von den Motiven vieler Meißnerteilnehmer eher in den Hintergrund gerückt, obgleich er doch von vielen unterstützt wurde.2013-10-03-meissner-tag2-wohei-124

Auch hat die Meißnerformel von 1913, in der sich die Jugend zu alkohol- und nikotinfreien Veranstaltungen bekennt, leider nur noch bei wenigen Pfadfinderbünden Zuspruch gefunden und ist so in der aktuellen Meißnererklärung nicht übernommen. [Vgl. Meißnererklärung] So ist es bei einigen der warme alkoholfreie Tschai, bei anderen der Glühwein, der in die Berghaferl gekippt wird. Ich unterstütze diesbezüglich die Distanzierung von Alkohol und Nikotin sowie von jeglichen anderen berauschenden Mitteln auf offiziellen Veranstaltungen durch meine Pfadfinderschaft.
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Im Gesamten kann ich von dem Ereignis „Meißnertreffen 2013“ nur positiv und zuversichtlich sprechen. Es gibt in der heutigen, in meiner Jugend noch genug „Bewegung“, es findet inhaltlicher Austausch statt und wir Jugendliche lernen früh Verantwortung zu tragen. Wir lernen die Welt in einem vertrauten Umfeld kennen und sehen sie mit unseren eigenen Augen in ihrer Schönheit, aber auch mit all ihren Problemen und Konflikten. Wir sehen aber auch eine große Gemeinschaft mit der wir uns identifizieren können und die uns trägt. Wir lernen auch zwischenmenschlich in ihr zu handeln, uns in ihr einzubringen und uns in ihr zu artikulieren. Diese Gemeinschaft trägt uns in unserer Jugendarbeit und gibt uns Raum, uns zu entfalten. Es ist eine Gemeinschaft, wie man sie außerhalb einer solch tiefgründigen Strömung wie der Jugendbewegung nicht mehr leicht finden kann.20131004200927-uudo-DSC01328a

Die Welt ist effizienter, schneller, rationaler geworden. Dies ist leider oft mit weniger Individualität, weniger Freiheit und einem schmaleren inhaltlichen Raum verbunden. Viele Kinder sind heutzutage schon mit der Schule völlig eingebunden, andere sind nebenbei noch in vielen Vereinen aktiv und haben so keine Zeit mehr, um zu den Pfadfindern zu gehen. Es ist meiner Meinung nach jedoch wichtig, Kinder und Jugendliche in den genannten Kriterien zu fördern. Dies geschieht durch Jugendarbeit, durch Pfadfinderarbeit, durch unsere Arbeit. Ich hoffe, unsere Arbeit wird weiterhin als Beitrag für die Gesellschaft angesehen und auch so gefördert, dass die Arbeit in den Gemeinden und Städten auch zukünftig möglich ist und viele Früchte tragen wird.

Gideon
Sippenführender und Gruppenleiter in ButzbachBundesfotoMeißner2013Weitere Bilder findest du in unserem fotoalbum!

Empfehlungen:
sehr guter Artikel über das Lager in der Rhein-Main-Presse
Sendung über die deutsche Jugendbewegung und das Lager von PHOENIX

 

 

24.-26.Oktober 2013 Römerfahrt

von: am: 11. Oktober 2013 17:20

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Wir wollen mal ganz weg von Zuhause. Für zwei Herbstnächte alles zurücklassen. Von Zuhause mit eigenem Gepäck loswandern und unser Zelt aufschlagen. Römer erleben. Limes erleben. Pfadfindersein erleben. Herbst erleben. Natur erleben. Wald erleben. Freiheit erleben. Glauben erleben. Gemeinschaft erleben.

Aber dieses Gefühl kennst du vielleicht auch schon.

Einladung

–>Bei Fragen einfach an deinen Gruppenleiter wenden oder per Mail an info@stamm7.de 😉

1.-6.Oktober 2013 Meißnerlager

von: am: 26. September 2013 15:30

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Vom 1. bis zum 6. Oktober 2013 begeht logo
die deutsche Jugend
bewegung
das 100-jährige Jubiläum
des
Ersten Freideutschen Jugendtages,
der am 11. und 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner stattgefunden hat.

Mit diesem Treffen brachte die damalige Jugend ihren Freiheitswillen und ihren gesellschaftskritischen Widerstand gegen die chauvinistisch-patriotischen Gedenkfeiern zur Völkerschlacht von 1813 zum Ausdruck. Die während des Jugendtages entstandene sogenannte »Meißnerformel« ist besonders für die Bündische Jugend zum prägenden Element geworden. 100 Jahre später soll nun wieder ein Fest der Jugend am Hohen Meißner stattfinden, das Pfadfinder, Wandervögel und Jungenschaftler als Jugendbewegung von heute gemeinsam gestalten.

So beschreibt sich das Meißnerlager selbst. Vom 1. bis zum 6. Oktober 2013 findet auf dem Hohen Meißner, ein Bergmassiv in der Nähe von Kassel, DAS Festlager statt. Mit knapp 4.000 Teilnehmer aus rund 50 Bünden – Wandervögeln, Pfadfindern und andere bündische Jugendlichen – wird das 3.Meißnertreffen (nach ’63 und ’88) der Jugendbewegung gefeiert. Dabei geht es keinesfalls um reine Beweihräucherung der eigenen Vergangenheit, die diese auch nicht ausnahmslos verdient hätte. Wir, die bündische Jugend im Jahre 2013, wollen neue Ideen spinnen, Konsumgesellschaft, Politik und Karrierewahn weiterhin kritisieren (!) und eine vertraunsvollere Gesellschaft gestalten. (Siehe Meißnererklärung 2013!)
Jede Gruppen hat ihre eigene Geschichte, eigene Lebensformen und Ideen, eigene Symbole, Ziele und Visionen. Um diese Vielfalt kennenzulernen, laden wir Dich ein, gemeinsam mit deinem Bund das Meißner 2013 zu erleben.

Es ist möglich das Meißnerlager zu besuchen! Oder für einer kürzere Zeit zu kommen. Für alle mit rostbraunem Halstuch! Einfach an einen Älteren wenden.

Mehr Informationen rund um das Meißner 2013 findest Du hier.

Occupy meißner

Norwegengroßfahrt 2o13

von: am: 22. August 2013 06:59

Hochsommer im Norden!

Unsere Norwegen Großfahrt begann mit einer 2-tägigen  Zugfahrt quer durch Deutschland und Dänemark. Ich war aufgeregt weil dies meine erste (Pfadfinder-)Fahrt außerhalb Deutschlands und auch meine erste Reise in die Skandinavischen Länder war. Obwohl ein Zugschaffner sich weigerte unsere 21-köpfige Reisegruppe trotz Reservierung einsteigen zu lassen, weil er seinen Zug für zu voll befand, kamen wir wohlbehalten in Hirtshals an der Spitze Dänemarks bei der Fähre an. Dies hatten wir einer wohlwollenden Bahnangestellten zu verdanken welche uns auf Kosten der Bahn einen Reisebus organisierte, sodass wir unsere bereits gebuchte Fähre doch nicht verpassten. Glück gehabt!

Matze Fahne

Die Fähre fuhr um 8 Uhr abends ab und viele von uns legten sich unter freiem Himmel auf dem Achterdeck schlafen. Ich habe trotz Gischt und Wind eine sehr gemütliche Nacht verbracht. Gegen 1 Uhr kamen wir dann in Larvik (Norwegen) an. Die Nacht war lau und wir liefen durch den großen nächtlichen Hafen zum Bahnhof, um dort die kurze Zeit bis zu unserem Zug mit schlafen zu verbringen.

Am nächsten Tag ging es mit der Bahn weiter nach Otta, einem beschaulichen Örtchen nahe der Rondane Hochebene mitten in Norwegen, von wo aus es mit dem Bus weiter zu unserem Startpunkt ging. Hier spaltete sich unsere 22 Kopf starke Gruppe in zwei auf. Von dort aus wanderten wir etwa eine halbe Stunde über die sich unglaublich weit erstreckende Hochebene, wirklich sehr beeindruckend, und fanden an einem kleinen Wildfluss unseren ersten Zeltplatz. Der Morgen war wunderschön sonnig und warm und ich habe noch nie so gut gelaunt Zähne geputzt, mit Wasser aus dem Wildfluss natürlich.

Zähne putzen

Es ging dann sehr bald weiter, auf unserem Weg kamen wir an einem unglaublichen Wasserfall vorbei, und weiter ging es durch Nebel und über Steinfelder, bis wir schließlich unsere wohlverdiente Ruhestätte nach etwa 10 km fanden.

In der Nacht wachte ich auf und kam nicht drumherum zu bemerken, dass eine Zeltbahn auf meinem Gesicht lag. Ich lag eine Weile da und langsam dämmerte es mir, dass wohl unser Zeltmast gebrochen war. Ich weckte meine Zeltmitbewohner und kroch nach draußen. Es nieselte und windete wie fast immer und es mochte so um 3 Uhr gewesen sein, auf jeden Fall war es sehr dunkel. Ich mühte mich gefühlte 5 Minuten ab von außen den Knoten unseres anderen Zeltes zu lösen und fror dabei, leicht bekleidet wie ich war, jämmerlich. Als ich endlich den Knoten offen hatte fackelten wir nicht lange und legten uns alle irgendwo wo nur Platz war in das noch stehende, auch schon relativ volle Zelt. Ich habe in dieser Nacht einen Fleck von etwa einem Meter Länge erwischt, war aber erstaunlicherweise trotzdem dankbar über die wenn auch unfreiwillige Gastfreundschaft der Bewohner des anderen Zeltes.

WegweiserHow much is the fish?Wasser gefunden!

Am nächsten Tag ging es weiter durch kleine Sümpfe und wir kauften unterwegs in einem kleinen sehr idyllischen Ort namens Hovringen einen leckeren Fisch, welchen wir selbst ausnahmen, im Wildfluss wuschen und uns am Abend schmecken ließen. Am nächsten Morgen mussten wir erst einmal einen großen Berg besteigen, der uns alle an den Rand der Kräfte brachte. Wir bauten uns oben einen Windschutz aus Isomatten  und bekamen jeder unsere Vespa, heute einen Apfel, wohl der Beste den ich je gegessen hatte. Es ging weiter über eine weite, nicht enden wollende Hochebene, weit über der Baumgrenze. –Faszinierende Eindrücke! Abends fanden wir an einem schönen See ein offenes Bootshaus, ein wahrer Glücksfund. Dort verbrachten wir auch den nächsten Tag um unsere Kräfte wieder aufzutanken,  und wuschen uns im 10 ° C warmen bzw. kaltem Wasser. (Einer von uns hatte ein Badethermometer dabei, da dieses aber nur bis 10°C ging hatte jedes Gewässer eine Temperatur von 10°C, ein zuverlässiges Mittel für Optimismus! 😉 )

Bach

Am nächsten Abend wurde unsere Pause von einem Mann beendet, der das Bootshaus gemietet hatte und nun seine Ferien dort zu verbringen gedachte. Er war aber sehr entspannt, erlaubte uns noch unser Abendessen zu beenden und so liefen wir in den letzten Stunden des Tages noch etwa 5 km über Steinwege und durch Sümpfe zum nächsten Ort, um dort unseren nächsten Schlafplatz zu finden.

Von dort aus trampten bzw. liefen wir an die 28 km noch zum nächsten Ort mit Zuganbindung, in kleinen Gruppen, um unsere Mitfahrchancen zu erhöhen. Die Norweger enttäuschten uns jedoch, in ihrer Tramper(un)freundlichkeit. Ich hatte das Glück mit meinem Trüppchen auf dem Anhänger eines Traktors mitgenommen zu werden. Dieser hatte aber keine Schutzbleche und da es geregnet hatte, waren wir mit meinem Rucksack ziemlich mit Matsch besprenkelt. Auf dem Weg muss irgendwo wohl auch ein frischer Kuhfladen gelegen haben…

Landscape

Dies tat meiner guten Laune aber keinen Abbruch und wir erreichten alle den Zielort Dovre. Am Bahnhof wollten wir in den Warteräumen übernachten, der Anwohner, welcher den Schlüssel hatte, weigerte sich jedoch uns die Tür zu öffnen, obwohl er ganz offensichtlich da war. Wir klingelten regelmäßig bei ihm Sturm und schlugen unsere Zelte auf, direkt unter seinem Fenster, um auf den Zug am nächsten Morgen zu warten. Am späten Abend trat der Anwohner tatsächlich vom Fenster aus mit uns in Kontakt, allerdings nur um uns zu sagen das wir doch gefälligst bis morgen weg sein sollen, weil er ansonsten die Polizei rufen würde. Den Gefallen taten wir ihm auch. Am nächsten Morgen nahmen wir um 5 Uhr den Zug nach Otta, wo wir wieder mit dem Rest unserer Wandergruppe zusammenstießen.

Wir verbrachten noch drei erholsame Tage in  ein paar Ferienhäusern und duschten endlich mal wieder warm.  -Welch ein Genuss! Nach unserem geselligen Abschlussabend ging es früh am Morgen mit dem Zug los in Richtung Heimat. Als wir auf die Fähre in Richtung Süden stiegen schaute ich lange dem felsigen Ufer Norwegens nach, bis es langsam verschwand. Mir war dabei schon ein bisschen weh zumute. Die restliche Fahrt verlief wie im Flug, wir schliefen fast die ganze Zeit und kamen spät  in Frankfurt an. Wir verabschiedeten uns traurigen Herzens voneinander da wir im Laufe unserer Wanderschaft zu einer starken Gemeinschaft zusammen gewachsen waren. Ich lief vom Bahnhof aus zu Fuß durch das nächtliche Frankfurt nach Hause, von einer seltsamen behaglichen Ruhe bewegt. Ich dachte an die vergangene gemeinsam erlebte glückliche Zeit, im Norden, in stiller Freude vielleicht noch einmal dorthin zurückzukehren.

Gruppe

Gut Pfad!

Max Schoen

Pfadfinder und Gruppenleiter aus dem Stamm II in Frankfurt

Weitere Bilder in unserem Fotoalbum!

 

MaiWola 2013

von: am: 20. Juni 2013 13:16

DSC_0326Was gibt es spannenderes als die Natur selbst?

Am vergangenen Wochenende durften wir diese Natur erleben und das Blitzen in den Augen der Jungs, die sich zum ersten Mal so richtig in der Natur bewegen konnten.

Zusammen mit Heliand-Pfadfindern aus Frankfurt treffen wir uns zum gemeinsamen StämmeWola (Wochenendlager) auf der Großlackwiese in Wiesbaden. Zu Beginn steht der Aufbau der Zelte und der Feuerstelle an, jeder muss mitmachen – wir sind gemeinsam verantwortlich.

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Das Gras ist zu Anfang noch hüfthoch, doch es dauert nicht lange, bis wir uns genügend Platz gewalzt und gemäht haben.

In der Nacht ist jeder für etwa eine Stunde dran das Lager zu bewachen. Schließlich gehört es zur weltweiten Pfadfindertradition, dass man in Nacht die Fahne eines anderen Lagers klaut. Es ist ein großes Spiel, bei dem es darum geht sich in der Natur zu bewegen, zu lauschen und zu pirschen. Schaffen die Überfäller es die Fahne zu entwenden, müssen wir uns eine Gegenleistung überlegen um unsere Fahne wieder zu bekommen. Schaffen sie es nicht, erhalten wir eine Gegenleistung.

Der trockene Wald ist auf unserer Seite. Früh hören wir Schritte die Stille des dunklen Waldes durchbrechen. Wir warten ab.

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Als sie nah genug sind, um nicht zu entwischen, gellt der Alarm-Ruf durchs Lager. Schnell stehen alle Jungs auf dem Platz und halten die Überfäller fest. Diese ergeben sich schnell und wir hatten so viel Spaß, dass wir sie ohne Gegenleistung gehen lassen.

Nach ausreichendem Schlaf weckt uns Sascha zum neuen Tag. Wir hören Gedanken zu einem Bibelvers und singen ein Morgenlied. Nach dem Frühstück machen wir Sport.

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Am Nachmittag stehen Angebote auf dem Programm: Biwak bauen, Pommes selber herstellen, Wikinger-Schach spielen, Holzarbeiten und Banner im Wald spielen. Jeder macht das, was ihm gefällt.

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Am Abend singen wir viel, hören Vorlesegeschichten und spielen in großer Runde ein Rollenspiel. Ein Junge wird in feierlicher Runde ernannt, dann wird das große Abschlussfeuer entzündet.

In dieser Nacht bleibt es ruhig.

Am nächsten Tag ist das Lager nicht sofort vorbei. Wir feiern gemeinsam einen tollen Gottesdienst und spielen im Wald. Das Lager wird schließlich auch gemeinsam abgebaut.

image003Am Ende stellen wir uns nochmal auf zum Gruppenfoto – Mensch! War das ein tolles Pfadfinderlager mitten in der Natur!

Gut Pfad!

miniKoschi
Stammesführer der Heliand-Pfadfinderschaft in Wiesbaden, Walluf und Wehen

Jubiläumsfest 2013

von: am: 17. Juni 2013 08:22

img_5774Zum Anlass des 65jährigen Bestehen des Stammes VII fand dieses Jahr ein ganz besonderes Sommerfest statt.

Es startete am Samstag, den 8. 6. mit verschiedenen gemeinnützigen Aktionen, wie zum Beispiel dem Errichten eines Stangentipis in dem Kindergarten in Kohlheck, oder dem Sammeln von Müll aus dem Wald. Wir haben uns in verschiedenen Gruppen getroffen und uns an die Arbeit gemacht, auch wenn es manchmal Schwierigkeiten gab, wie zum Beispiel, dass wir erst Holzstangen besorgen mussten.

Nach unseren verschiedenen Aktionen haben sich noch viele „ältere“ Pfadfinder zum letzten Aufbau und Organisation des Gottesdienstes und des darauffolgenden Sommerfestes  getroffen.

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Im Anschluss gab es noch einen sehr interessanten Gesprächsabend mit ca.50 Ehemaligen und Aktiven unter anderem über Unterschiede des Früher und Heute. Toll! Welche Geschichten dort erzählt wurden und wirklich beeindruckend sich nochmal vor Augen zu führen, was 65 Jahre Jugendarbeit für Segen und Kraft brauchen um echt lebendig zu sein.

Der Sonntag startete mit einem sehr ansprechend und kreativ gestalteten Gottesdienst in der mit Menschen vollen Kreuzkirche. Thema war Epheser 3,17 – Und was wir in der Bibel an Tipps für unser Leben in der „göttlichen“ Liebe finden. img_5753

Auf den Gottesdienst folgte unser Jubiläumsfest. Man konnte sich Bilder von Fahrten, Lagern und sonstigen Veranstaltungen in einer Jurte anschauen, es gab einen Parcours für Kinder, der von Speerwerfen bis zu einem Hindernislauf mit schwerem Gepäck oder Zeltbahnen aneinanderknüpfen ging. Dem Kinderschminken konnten auch manche Erwachsene nicht widerstehen.

Außerdem gab es Umfragen warum Eltern, Ehemalige, Gemeindemitglieder oder Aktive es wichtig finden Heliand-Pfadfinder zu sein. Die Auswertung:

Breite Förderung der Persönlichkeit: Aktive 4 | Ehemalige 7 | Eltern 11 | Gemeinde 4

Gemeinschaft: Aktive 13 | Ehemalige 8 | Eltern 10 | Gemeinde 3

Jugendliche übernehmen Verantwortung: Aktive 18 | Ehemalige 7 | Eltern 10 | Gemeinde 4

Prägung fürs ganze Leben: Aktive 10 | Ehemalige 14 | Eltern 10 | Gemeinde 5

Abenteuer: Aktive 13 | Ehemalige 7 | Eltern 4 | Gemeinde 1

Christliche Inhalte: Aktive 9 | Ehemalige 7 | Eltern 2 | Gemeinde 3

Weg von den Eltern: Aktive 5 | Ehemalige 2 | Eltern 2 | Gemeinde 2

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Natürlich gab es auch genug Zeit und Leute, um über alles Mögliche ins Gespräch kommen zu können.

Auch für Essen und Trinken war mit frisch gegrillten Steaks, Würstchen und Gemüse, verschiedenen Salaten, Kuchen und ähnlichem gesorgt. Vielen Dank hierfür an alle Eltern!

Schön, dass ihr Alle da wart! Es war ein sehr gelungenes Jubiläum und Sommerfest, dass der Feier von 777 Monaten Stamm VII oder 65 Jahren Heliand-Pfadfinderschaft in Wiesbaden auf jeden Fall gerecht wurde.

Elias Pflume
Sippenführer in Wiesbaden-Kohlheck

 

8.+9.Juni Jubiläumsfest der Heliand-Pfadfinderschaft

von: am: 4. Juni 2013 10:17

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65 Jahre besteht die Arbeit der Heliand-Pfadfinderschaft durchgängig in Wiesbaden!
Ein wirklicher Grund zu feiern, zusammen mit Eltern, Ehemaligen, den Gemeinden und Interessierten!

Kommt alle! Wir freuen uns sehr auf euch!

Letzte Informationen:
Samstag, 12Uhr Treffen für AKTIVE Pfadfinderjungs zu gemeinsamen Aktionen. Entweder an der Kreuzkirche (Walkmühltalanlage 1) oder in Kohlheck an der Paul-Gerhardt Gemeinde (Wenzel-Jaksch-Straße) – eure Gruppenleiter wissen bescheid! (Dauer: ungefähr bis 15 Uhr für die Jüngeren und 17 Uhr für die Älteren).

Samstag, 18Uhr freuen wir uns auf Ehemalige, Interessierte, Eltern und Aktive zu einem Gesprächsabend über Geschichten und Momente aus 65 Jahren voller Erlebnisse. Wir werfen einen Blick auf das Damals und das Heute!
Gerne können Ehemalige persönliche Erinnerungsgegenstände mitbringen oder sogar in Tracht kommen.

Sonntag, 11 Uhr feiern wir gemeinsam den festen Grundstein unsere Pfadfinderschaft. Ein pfadfinderischer Familiengottesdienst soll die Generationen zusammenbringen. Der Predigt liegt Epheser 3,14-19 zu Grunde.
Im Anschluß wollen wir einen bunten Mittag/Nachmittag bei Grillen, Gesprächen, Bildershow, Mitmachangeboten für Jung und Alt uvm. mit euch verbringen.
Alle Eltern bzw. aktiven Pfadfinderjungs bitten wir einen Salat/Nachtisch mitzubringen – Vielen Dank :)!

Bis dahin alles Gute!

Impulse für den Glauben – Jugendplus-Kongress in Wetzlar

von: am: 09:38

Acht Pfadfinder der HP haben an diesem Wochenende den Jugendplus-Kongress besucht, darunter auch eine Person aus dem Stamm VII. Für viele war es das erste Mal, dass sie an so einer Veranstaltung teilnehmen, deswegen haben wir uns mit einigen Fragezeichen auf den Weg gemacht. Der Kongress erwies sich allerdings als voller Erfolg!

Wir haben uns zum Jugendplus-Kongress angemeldet mit der Hoffnung, dass wir neue Impulse gewinnen können, wie wir jungen Menschen das Evangelium näher bringen können. An dem Kongress, der in der Rittal-Arena in Wetzlar stattgefunden hat, haben insgesamt ca. 3000 Jugendleiter teilgenommen. Das Wort Kongress klingt erstmal ziemlich steif, deswegen war ich überrascht, wie locker das Ganze ablief. Die Vorträge, die von “Speakern” aus verschiedenen Teilen der Welt vorbereitet wurden, hatten alle eine klare Message und wurden sehr gut rübergebracht. Es war beeindruckend, wie authentisch die “Speaker” von ihrem Glauben erzählt haben und so manche Lebensgeschichte hat tief berührt. Zwischen den Vorträgen hat die amerikanische Band von Brandon Grissom Lobpreislieder angestimmt, bei denen die ganze Arena mitgesungen hat.

Insgesamt war es eine absolut lohnenswerte Unternehmung, bei der wir viel über unseren Glauben nachdenken konnten. Wir konnten alle, denke ich, ein Stück in unserem Glauben wachsen. Zudem haben wir Impulse für unsere Arbeit bekommen und uns bereits über neue Ideen und Wege ausgetauscht! Ich danke Gott dafür, dass er uns die Beziehung mit uns sucht und wir immer zu ihm kommen können. Möge Gott uns alle segnen!

 

David Prinz
Stammesführer des Stammes VI in Gießen

Pfingstzeltlager 2o13 in Born

von: am: 26. Mai 2013 20:56

An Pfingsten (17. – 20. Mai) fand, wie jedes Jahr, das Pfingstzeltlager statt. Ungefähr 120 Heliand-Pfadfinder trafen sich auf einem Zeltplatz bei Hohenstein/Born. Dieses Jahr wurde erstmals ein Handwerkerlager . Es war überraschend zu sehen, wie viele Personen ein besonderes Talent haben und Workshops aus unterschiedlichsten Themenbereichen anbieten konnten. Weitere Highlights waren die Speermeisterausscheidung und die Ernennung der neuen Pfadfinder.

 

Mit gemischten Gefühlen startete das PZL, da die Wetterberichte im Vorfeld keine guten Voraussetzungen für ein Zeltlager versprachen. Doch wir hatten Glück und konnten überraschend viele und auch sehr warme Sonnenstunden genießen. Der Freitag war ein reiner Anreise- und Aufbautag. Wir haben die meisten Schlafzelte, die Küche, eine Kapelle und das große Versammlungszelt aufgebaut. Das gemeinsame “Abendward” am Fahnenmast beschloss den ersten Tag.

Die letzten Teilnehmer kamen am Samstagmorgen auf den Platz. Nach dem Frühstück wurde das Lager offiziell vom Leitenden Stammesführer eröffnet. Danach starteten bereits die ersten Workshops. Über den Samstag verteilt konnte jeder Teilnehmer an insgesamt 3 verschiedenen Workshops teilnehmen. Es war für jeden was dabei: Man konnte sich kreativ ausleben, sportlich betätigen, handwerkliche Fähigkeiten ausprobieren und viel lernen. Nach dem Abendessen war als Abendprogramm ein Geländespiel vorgesehen, welches der Stamm V vorbereitet hatte. Anlässlich des Sippengeburtstages der Sippe Hans Scholl im Stamm V war das Thema des G-Spiels “Die Weiße Rose”. Der Tag endete wieder mit dem “Abendward” und einer freiwilligen Andacht.

Am Sonntag konnten wieder über den Tag verteilt viele Workshops besucht werden. Am Nachmittag startete auch die Vorrunde der alljährlichen Speermeisterausscheidung, bei dem aus jedem Stamm eine Person zum Speerduell antritt. Für den Stamm VI trat Jannic Leidolf, Sippenführer der Sippe Dietrich Bonhoeffer, an. Er konnte bis ins Finale vordringen, welches am Abend als Teil des Abschlussabends stattfinden sollte. Den ganzen Tag über schien die Sonne. Doch als wir uns zu Beginn des Abschlussabend zum Speermeisterfinale trafen, fing es zu regnen an. Bei leichtem Nieselregen verlor Jannic leider in einer packenden Begegnung gegen Jan-Oleg Ewald aus der Sippe Ulrich Zwingli (Stamm I), der als neuer Speermeister der Heliand-Pfadfinderschaft gefeiert wurde. Danach trafen wir uns in der Versammlungsjurte zum gemeinsamen Essen. Kurze Zeit später regnete so stark, dass wir den Abend spontan umplanen mussten. Der Lauf zu unseren Pfadfinderregeln, der jedes Jahr vor der Pfadfinderernennung stattfindet (und das normalerweise an der frischen Luft), wurde in diesem Jahr von uns vorbereitet und musste nun in der Versammlungsjurte durchgeführt werden. Die Bedingungen waren schwierig, da das Prasseln des Regens auf den Zeltbahnen unsere Stimmen übertönte. Dennoch konnten wir den Pfadfinderanwärtern einige Impulse mitgeben. Anschließend fand die Pfadfinderernennung statt, die wieder sehr feierlich war. Anschließend wurde die Abschlusspagode angezündet und Tschai ausgeschenkt. Weil das Feuer selbstverständlich draußen war, ließ der Regen auch gnädigerweise ein wenig nach.

Am Pfingstmontag wurde das Zeltlager abgebaut und der LKW beladen. Um 11 Uhr feierten wir noch gemeinsam einen Gottesdienst. Nach dem gemeinsamen Abschluss wanderten wir in nahegelegene Taunusstein, um von dort mit Bus und Bahn nach Hause zu fahren. Das Lager war insgesamt ein voller Erfolg und wieder ein super Gemeinschaftserlebnis mit einem großen Teil der HP.

14.Juni-16.Juni Maiwola für alle jüngeren Gruppen

von: am: 22. Mai 2013 21:23

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Endlich (wieder) ein Pfadfinderlager!
Du bist nun schon eine Weile in der Gruppenstunde und brennst darauf endlich mit auf ein Zeltlager mit anderen Gruppen zu fahren? Dann pack deinen Rucksack, es kann los gehen! Wir treffen uns zu Lagerfeuer, selber Kochen, Spielen, Handwerken, Sport, Geländespiel und vielem mehr auf unserem eigenen Zeltplatz im Wald! Raus aus der Stadt – rein in die Natur!

Wir freuen uns sehr auf Dich! -vom 14.-16.Juni 2013 auf der Großlackwiese bei Wiesbaden.

Gut Pfad!
Sascha und Sven

Einladung HIER

Zur Information: In diesem Jahr finden zwei Mai-Wochenendlager(auch wenn sie im Juni stattfinden, heißen sie aus Tradtion Mai-Wola) statt. Eines für Jüngere (14.-16.Juni 2013) und eines für Ältere (30.Mai-02.Juni).
Wer gehört zu den Jüngeren? Alle Jungs die zu folgenden Gruppen gehören:
– Wehen freitags. 17.00 Uhr (freie Adler)
– Kreuzkirche montags, 17:00 Uhr (Siebenschläfer)
– Kreuzkirche mittwochs, 17:30 Uhr (optimistische Olifanten)
– Paul-Gerhardt-Kirche donnerstags, 17:00 Uhr (Frösche)