Bericht Waldweihnacht 2012

von: am: 14. Januar 2013 11:36

Es schneit… naja zu mindestens ein bisschen. Es ist das Wochenende vor Weihnachten und traditionell verschlägt es den Stamm VII nach Balduinstein. Auf einer Burg wollen wir gemeinsam unsere Waldweihnacht feiern. In freudiger Erwartung treffen sich 70 junge Pfadfinder am Wiesbadener Hauptbahnhof um gemeinsam mit dem Zug auf Fahrt zu gehen. Nachdem wir uns einige Stehplätze ergattert haben (die Bahn ist wie jedes Jahr der Meinung, dass man keinen weiteren Zug anhängen muss), sind wir mit genervten Pendlern unterwegs in Richtung Limburg. Kaum angekommen auf der Burg finden wir das Tor verschlossen vor und die Besatzer (Stammesführung) erwarten von uns, dass wir uns den Weg frei singen. Nach erfolgreicher Stürmung der Burg werden uns unsere Quartiere zugewiesen und wir begeben uns in den festlich geschmückten Saal um unser abendliches Mahl zu verzehren. Nach einer gemütlichen Singerunde verschlägt es uns noch einmal nach draußen, um den Abend gemeinsam zu schließen. Die Jüngeren unter uns werden gebeten sich zu Bett zu begeben, als ein Fremder auf uns zutritt und erklärt, dass es an uns liegt die Welt zu retten. Wir machen uns also auf dem Weg zum Fluss und bieten unsere letzten Kräfte auf, um die Verheißungen der Maja nicht in Erfüllung gehen zu lassen. Entgegen der Erwartungen des Fremden schaffen wir es den Weltuntergang grade noch so abzuwenden und können beruhigt schlafen gehen.

Am nächsten Morgen weckt uns die Fanfare und wir treffen uns zur gemeinsamen Losung im morgendlichen Karree. Nach einem ausgedehnten Frühstück erwartet uns ein Morgen mit umfangreichen Angeboten, die von Halstuchknoten binden über Origami falten bis hin zu fetzigen Spielen gehen. Für jeden ist etwas dabei. Kurz vor dem Mittagessen startet das Geländespiel und wir versuchen unser bestes die Mafia, welche sich in Balduinstein eingenistet hat in ihren Grundfesten zu erschüttern und unsere Burg von den Kriminellen zu befreien. Nach dem Sieg über den Mafiaboss erwartet uns der Burgabend. Feierlich ziehen wir in den Festsaal ein, um gemeinsam bei einem 3-Gänge-Menu den Beiträgen aus den Gruppenstunden zu lauschen, Lieder zu singen und unseren Jahresschluss ausgiebig zu feiern. Mit gut gefüllten Mägen laufen wir  zur Burgruine und im Fackelschein werden die neuen Wölflinge, Knappen und Späher ernannt. Beim Blick durch die Runde fällt auf, dass unser Stamm in diesem Jahr unglaublich gewachsen ist. Der Abend ist jedoch noch nicht vorbei, frisch ernannt und noch immer munter begeben wir uns in den Kurfürstenkeller, um am Kamin zu singen und im späteren Verlauf des Abends noch einige Brettspiele zu spielen.

Der dritte und letzte Tag unserer Waldweihnacht ist angebrochen und wir müssen schon wieder anfangen unsere Sachen zu packen. Auch das gute Frühstück kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Wochenende dem Ende zu geht und beim aufräumen entdecken einige von uns ungeahnte Talente im Umgang mit Besen und Kehrblech. Um Gott zu feiern treffen wir uns noch einmal gemeinsam im Saal der Burg, singen gemeinsam Lieder hören eine Predigt die zum nachdenken über die eigenen Fähigkeiten und ungenutzten Talente anregt und beten gemeinsam für das kommende Jahr. Zum gemeinsamen Schluss treffen wir uns ein letztes Mal im Karree und singen das “Allzeit Bereit Lied“. Schon geht es wieder zurück nach Wiesbaden – in einem leicht überfüllten Zug – und je näher die Heimat kommt, desto mehr steigt die Vorfreude auf das letzte Wochenende vor Weihnachten 2013, denn dann machen wir uns wieder auf den Weg zur Burg, um gemeinsam Waldweihnacht zu feiern.