HelferInnendienst auf dem 35. Deutschen evangelischen Kirchentag in Stuttgart

von: am: 17. Juni 2015 11:43

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DAMIT ein Kirchentag überhaupt funktionieren kann braucht es tausende an ehrenamtlichen HelferInnen, die dafür sorgen, dass tausende Veranstaltungen stattfinden können, ohne dass es zu größeren Problemen kommt. Frei nach unserer 2. Pfadfinderregel Ich will dort helfen wo ich gebraucht werde ging es für ca. 45 Heliand-Pfadfinder und Heliand-Pfadfinderinnen (davon sechs vom Stamm VII) am 2. Juni 2015 für fünf Tage in die Baden-Württembergische Landeshauptstadt Stuttgart. Als helfende Hände wollten wir vor Ort sein, um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu unterstützen und allen Kirchentagsbesuchenden eine schöne Zeit zu bescheren. In Stuttgart angekommen bezogen wir zunächst unser Quartier in einer Realschule, in der wir die nächsten Tage zum Schlafen untergebracht waren. Unseren Einsatzort in der Liederhalle sollten wir am nächsten Tag kennen lernen.

WIR fuhren also am nächsten Morgen zunächst zur allgemeinen Helfendeneinweisung. Die Insgesamt 4300 Helfenden hatten sich in der Hans-Martin-Schleyer-Halle versammelt, um gemeinsam noch einmal für die nächsten Tage gebrieft zu werden. Nach der allgemeinen Einweisung fuhren wir zusammen zur Liederhalle, um unseren Veranstaltungsort für die nächsten Tage besser kennenzulernen. Dieses Jahr hatten wir einen besonderen Veranstaltungsort erwischt, welcher sich vor allem durch prominente Gäste und abendliche Konzerte auszeichnete. Zu den bekanntesten RednerInnen gehörten hierbei unter anderem: Wolfgang Schäuble, Bodo Ramelow, Melinda Gates und Thorsten Schäfer-Gümbel. Ausser zur Lenkung der Besuchenden waren wir gleichzeitig für die Betreuung der Gäste und für die Bewachung der Notausgänge verantwortlich.

KLUG wäre es natürlich gewesen, wenn wir uns nach getaner Arbeit alle schnell ins Bett begeben hätten, um für die nächsten Tage frisch und munter zu sein. Doch ein Kirchentag wäre auch für uns nur halb so spannend, wenn wir nicht selber nach interessanten Veranstaltungen außerhalb unseres Einsatzorts suchen würden. So fanden wir uns abends noch ein um zusammen das Wise Guys Konzert zu besuchen oder beim Worship-Abend die Zeit zu nutzen mit viel Begeisterung Gott zu feiern. So kam es natürlich, wie es jeden Kirchentag kommt. Früh morgens schälten sich alle wieder aus ihren Schlafsäcken, um sich schnell noch ein Brötchen zu schmieren, sich einen Apfel einzupacken und dann mit tausenden von Kirchentagsbesuchenden in der vollgestopften U-Bahn wieder Richtung Einsatzort zu pendeln. Schlaf haben wir zwar nicht viel bekommen, aber die Begeisterung und das Lob der Kirchentagsbesuchenden für unseren Einsatz zauberte uns dann doch allen ein, wenn auch müdes, Lächeln aufs Gesicht.

WERDEN wir in zwei Jahren wieder dabei sein, wenn es heißt: wollt ihr nach Berlin zum Helfen? JA! Natürlich werden wir uns aufmachen um auch dort wieder dabei zu sein und zu Helfen. Stuttgart hat uns einige tolle Eindrücke geliefert, wie gelebter Glaube aussehen kann und welche Möglichkeiten uns auch außerhalb der Pfadfinderschaft geboten werden um unseren Glauben weiter zu entfalten. Ich denke wir konnten hier auch einiges an Input für eigene Andachten und Bibelarbeiten mitnehmen um die Vielfalt unserer Angebote noch zu vergrößern. Man könnte also sagen, dass wir klüger geworden sind.

Lucas
Stammesführung in Wiesbaden, Wehen, Walluf