Italiengroßfahrt

von: am: 7. August 2011 20:39

Die größten Abenteuer der Gemeinschaft lassen sich weder in Bild noch Schrift festhalten, sie bleiben allein in unseren Herzen bestehen. Einen kleinen Eindruck möchten wir euch trotzdem geben, den unsere Großfahrt war großartig und das sollt ihr sehen!

Weitere Bilder im Fotoalbum.

Italiengroßfahrt 2011

“Ich erwache, weil mein, von dem Schlafuntergrund, gepeinigter Rücken nicht mit meiner Tiefschlafphase zu vereibaren ist. Ich drehe mich noch einige Male um und versuche wieder einzuschlafen. Da dies jedoch nicht so recht gelingen mag, stehe ich auf. Ich blicke zu dem Fenster des Trumes hinaus, in dem wir heute Nacht genächtigt haben. Trotz des Fensters riecht es in dem Turmzimmer, wie in einem Pumakäfig mit einem Hauch Iltis im Abgang, was an der bislang ausbleibenden Möglichkeit liegt, sich zu waschen. Es wird Zeit, dass wir wieder ans Meer kommen. Um dem Duft zu entfliehen, stoße ich die Falltür auf und taumele leicht benommen hinunter in das Erdgeschoß, wo ich über Jones und Wiki steige um sie nicht zu wecken. Die beiden sind aber schon halbwegsmunter und folgen mir nach kurzer Zeit ins Freie. Als auch der Rest der Rasselbande wach ist, beschließen wir zu frühstücken. Es gibt Couscous mit Kakao. Ansich eine gute Idee denken wir. Am Arsch die Räuber! Wir versetzen das Wasser mit Milchpulver, dass wir aus gewichtstechnischen Gründen statt einer richtigen Milchpackung mitgenommen haben. Anschließend folgt der Kakao und zu guter Letzt das Couscous. Es dauert jedoch ziemlich lange, bis das Couscous den Milchkakao aufgenommen hat. Alle finden es Toll. Ich halte es für Kakaoverschwendung und belasse es bei einem Berghaferl mit Couscous.
Nachdem das Essen gegessen, die Töpfe und sonstigen Utensilien gespült und die Ruckäcke gepackt sind, geht es nach einem Morgenlob auf nach Sestri Levante. Unterwegs kommen wir ein zweites Mal an einem Garten inklusive Ehepaar vorbei, die uns das Wasser bei sich auffüllen lassen. Die Besonderheit: 3 Hunde, die uns beim ersten mal Wasserholen vor einem Tag schon angekläfft haben und sich anschließend von uns streicheln ließen. Das gleiche passiert heute. Nach relativ kurzer Zeit kommen wir wieder an unserem Nächtigungsplatz an, den wir vor ein paar Tagen verlassen haben um mit einer befreundeten Gruppe, die wir relativ zufällig in Italien getroffen haben noch ein Stück zu wandern.
Zum Mittagessen gibt es Brot, dessen effektiver Nährwert eher anzuzweifeln ist. Es handelt sich um ein ciabattabrotähnliche Teigmasse. Der Belag macht es jedoch halbwegs ertäglich. Es gibt Erdnussbutter, Paprikapaste, Honig, Marmelade und Knoblauchsoße. Der Senf ist leider schon alle. Ich schnappe mir die Knoblauchsoße und kippe sie mir – auf Grund des eigentümlichen Verschlusses, der nur auf Druck reagiert – direkt über die Hose. Minikoschi lacht mich dafür aus. Lachend schnappt er sich die Soße, um sie vorsichtig auf seinem Brot zu drapieren. Vorsichtig setzt er an und drückt. Nichts geschieht. Ein wenig fester noch und: PFLATSCH. Die Soße ergießt sich über sein Bein. Ich schmunzele leicht und beiße beherzt in mein Brot.
Nachdem wir unsere Wanderkohte mangels Mittelmast an einem Baum hochgezogen haben, brauchen wir erstmal eine kurze Pause. […]“

Gut Pfad

Balu