PZL 2015

von: am: 28. Mai 2015 11:56

Okey ich hab noch 10 Minuten. Was brauch ich alles?

Schlafsack, Essbesteck, Isomatte , Unterhosen – heute mal großzügig: 3 , Socken, Duschgel… und ab in den Rucksack damit. Als ich nun schon im Bus sitze fällt mir ein, dass ich meine Zahnbürste vergessen habe ….

Wir fahren mit dem VW-Bus, der uns vom Bahnhof abgeholt hat, über eine kleine Hügelkuppe, wodurch ich nun einen wunderbaren Blick auf den Zelt/Sportplatz habe auf dem jetzt schon ein reges Treiben herrscht. „Nicht schlecht“, denk ich mir. Dort angekommen erstmal gefühlt alle 120 Späher und Pfadfinder begrüßt. Glücklicherweise haben Theo und seine Jungs unser Zelt schon fast aufgebaut, also nur noch hochziehen, abspannen und Sachen reinschmeißen, dann gibt’s auch endlich was zwischen die Kiemen. Danach noch eine chillige Singerunde und dann ab in den Schlafsack.

„GUTEN MORGEN“ schallt es über den Zeltplatz. „Wir treffen uns in 30 Minuten am Fahnenmast“. „Oh super!“, denk ich mir, „da kann man sich ja nochmal kurz lang machen“. Doch meine Blase hat da irgendwie keine Lust darauf also doch gleich aufstehen…Verdammt. Nach Eröffnung und Frühstück geht es dann auch gleich los mit den Stammeswettkämpfen. In Barlauf, Ringspiel und sogar im Burgenkampf gegen die VI er schlagen wir uns ziemlich gut. Nur im Flussgefecht will es dieses Jahr einfach nicht klappen… naja. Diesen anstrengenden Tag kann jeder seiner Restenergie entsprechend individuell bei einem Angebotsabend ausklingen lassen. Die Unermüdlichen unter uns können sich nochmal bei Ultimate-Neon-Frisbee, Banner und Co. auspowern. Der Rest kann sich aber auch beispielsweise bei einer guten Geschichte entspannen.

In der Nacht gab es sogar zwei nennen wir sie mal „Überfälle“ von denen nur kaum jemand etwas mitbekam, weil die HMP-Truppe einfach zu früh erwischt wurde und die anderen vorm Zeltplatz einfach eingepennt sind ^^.

„GUTEN MORGEN“ schallt es über den Zeltplatz. „Wir treffen uns in 10 Minuten am Fahnenmast“. „Oh super!“, denk ich mir nach einem kurzen Blasencheck , „dann hab ich ja noch 20 Minuten“.

In den Finals und Halbfinals der Stammeswettkämpfe waren wir trotz unserer Vorbereitung auf unserem fenomenalen Sporttag leider nicht erfolgreich, dennoch blieb der Spaß nicht auf der Strecke. Auch mein Traum vom diesjährigen Speermeistertitel, so hatte ich mich im Stammesausscheid durchsetzen können, platzte durch Kims und Richis Speerhagel. Warum musste ich auch in der Vorrunde auf die letztendlichen Finalisten treffen. Naja mal verliert man mal gewinnen die anderen, wie Otto Rehhagel schon zu sagen pflegte.

Essen, lustige Spiele, Gesang, nochmal Essen, Gitarrenspiel, Siegererhrungen, noch mehr Essen, ein Besinnlicher Fackelmarsch, Erinnerungen an die Pfadfinderegeln, noch mehr Gesang, Pfadfinderernennung, Pagode und natürlich Nachtisch. Und das waren nur die groben Grundzüge eines genialen und eindrucksreichen Abschlussabends .

„Wir treffen uns JETZT am Fahnenmast“. „Das wird ja immer weniger“, denk ich mir und mach nochmal die Augen zu. So heute heißt es leider schon wieder Abbauen und als die ersten ein Paar tropfen auf ihrer Haut spüren werden die ohnehin schon schnellen Bewegungen noch um einiges schneller. Als es dann wirklich anfängt zu schütten ist das wichtigste schon im Lkw verstaut. Aber während ich mich frage, wie wir denn jetzt bitte den Gottesdienst feiern sollen, hört es plötzlich auf zu Regen. Gottesdienst, Platzkette, Abschlussschnecke und so schnell endet auch wieder ein wunderbares PZL 2015.