Waldweihnacht 2011

von: am: 5. Januar 2012 22:28

Hoffnung und Träumen sind der Motor des Lebens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon viele Wochen vor dem Beginn der Waldweihnacht geht es los. Dieses mal wollen wir auf alles gefasst und vorbereitet sein. Möge es dieses mal Hageln, Schneien oder wichtige Führer leider krank werden, es ist alles durchdacht und es kann nichts schief gehen.

So erinnere ich mich heute an die vielen Emails, Telefonate, Treffen und Ideen mit und von Führern, die der Eröffnung der Waldweihnacht voran gegangen waren.

Als Stammesführer ist es dann eben doch noch mal etwas anderes, als aus der Sicht eines Sippenführers. Es liegt einem doch viel mehr daran, dass alles läuft und nichts schief geht.

Heute weiß ich, es hat alles geklappt und die Waldweihnacht war ganz auf ihre eigene Art, wie jedes Jahr ganz besonders und ein würdiger Schluss für das Jahr 2011.

Neben lauten Singerrunden, leisen Geschichten, knisterndem Feuer im Felsenzimmer, hellen Gruppenbeiträgen beim Burgabend, wo alle Gruppen sich schon im Vorhinein in ihren Gruppenstunden etwas für den Stamm als Darbietung ausdachten, wie ein Rap oder Gitarrensolo, einem Gedicht oder Spiel, einer Geschichte oder einem Sketsch, ernannte die Feierstunde in den mit flackernden Fackeln beleuchteten Ruinenmauern neue Knappen und Späher in die Reihen des Stammes.

Neben einem Geländespiel und sogenannten „IGs“, wo man sich bei verschiedenen Angeboten ausprobieren kann, wie zum Beispiel bei Kerzen gießen, Origami  oder Spielen im Freien, überschattete das diesjährige Thema der Waldweihnacht „Träume“ das Wochenende.

Was heißt es eigentlich zu träumen? Was sind Träume überhaupt und wo wie bekommt man sie?

Viele Führer beschäftigten sich mit diesen Fragen im Voraus, „was bedeutet für mich träumen?“ und stießen mit ihren Antworten nicht nur Gedanken beim Burgabend an, sondern wurden auch zum großen Bestandteil des Gottesdienstes am Sonntag. Dort ging es nicht nur darum, wirklich zu spüren, was es heißt, sich auf seine Gruppe und seinen Stamm verlassen zu können, sondern, wie auch Mark Twain der Meinung war, seinen Träumen Bedeutung zu schenken und für sie zu kämpfen, für sie einzustehen, ihnen zu folgen und damit zur Wirklichkeit werden zu lassen.

So war es zum Beispiel ein Traum von mir, Pfadfinder zu werden und das Orangene Halstuch umgehängt zu bekommen, den Pfadfinderregeln entgegenzugehen und sie wirklich zu leben. Heute kann ich nur lächelnd zurückblicken und nur wiederholen, dass der Kampf um diesen Traum sich bewährt hat.

Ich wünsche mir als Stammesführung, dass die Jungs des Stammes erleben und  es für sich selbst herausfinden, dass Pfadfindersein mehr ist als draußen herumzutollen und jede Woche für ein-zwei Stunden in „eine andere Welt“ abzutauchen, sondern dass Pfadfinder heißt, mit Verantwortung und Mut, mit anderen zusammen und Gott an der Seite niemals aufhören zu lernen, einander und anderen zu helfen, Kamerad und Freund zu sein und stets dem Abenteuer des Lebens entgegenzugehen. –Für seine Träume zu kämpfen.

Ein unbekannter Verfasser aus dem 18. Jahrhundert schrieb einmal „Hoffnung und Träumen sind der Motor des Lebens“. Seinen Satz mit und ohne denen von Mark Twain,  kann ich nur unterstreichen, denn das Leben ist mehr als eine Existenz. Es ist Leben, so wie ich den Stamm auf der Waldweihnacht empfand und sah. Ein lebendiger Stamm.

 

Damit wünsche ich dem Stamm und allen Familien im Namen der Stammesführung für das kommende Jahr Gottes Segen, mögen Sie niemals aufhören zu träumen!

Gut Pfad,

Sven

Stammesführung.